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Spuren entdecken von der Urzeit bis heute


Ob am Mikroskop, auf der Jagd nach Versteinerungen mit Hammer und Meißel oder auf den Spuren der Schönen Lau … am 19. Mai 2019 geht es in Blaubeuren von 11 bis 18 Uhr auf Spurensuche von der Urzeit bis heute. Zum Internationalen Museumstag laden das Urgeschichtliche Museum (urmu), die Stadt Blaubeuren und örtliche Vereine zu einem bunten Fest. Während im Museum Experten ihre Arbeit vorstellen und kreative Aktionen angeboten werden, locken draußen Musik, Bauchredner, Fahrten mit der nostalgischen Blautopfbahn und Spanferkel vom Grill in die Blaubeurer Innenstadt.
 
Im Museum können Gäste beispielsweise Schmuckstücke aus Steinen der Schwäbischen Alb, Schnecken aus Filz und Samenbomben herstellen oder mit Hammer und Meißel Fossilien suchen. Dazu präsentieren Sammler Fossilien und erzählen vom Leben vor 150 Millionen Jahren. Ein Archäozoologe erklärt, welche Spuren das Leben auf Tierknochen hinterlässt, und eine Tierpräparatorin berichtet von ihrer Arbeit. Vor dem Museum zeigen Biologen des Ökomobils, wie die Welt unterm Mikroskop aussieht. Und im Inter!m-Mobil, einem fahrbaren Kunst- und Experimentierraum, entstehen aus unterschiedlichen Materialien Insekten. Die Stadt bietet außer allgemeinen Stadtführungen auch eine Sonderführung vom Blautopf durch den Klosterhof bis zum Badhaus der Mönche zum Thema „Wo das Wasser verschwindet...der geheime Kanal der Mönche“ (14.30 Uhr). Zudem gibt es Kutschfahrten (13 bis 16 Uhr) und Fahrten mit der Blautopfbahn, einschließlich einer Märchenfahrt mit der Schönen Lau (14.15 Uhr).
 
Das urmu liegt in unmittelbarer Nähe der Steinzeithöhlen, die von der Unesco im Juli 2017 zum Welterbe „Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb“ ernannt wurden. Als das zentrale Museum für Altsteinzeit in Baden-Württemberg und Forschungsmuseum der Universität Tübingen stellt das urmu das eiszeitliche Leben am Rand der Schwäbischen Alb vor 40.000 Jahren vor. Höhepunkte sind die älteste Kunst und die ältesten Musikinstrumente der Menschheit mit Originalfunden aus der Region. Prominentestes Exponat ist das Original der „Venus vom Hohle Fels“.
Redakteur / Urheber